Bewerten, Neid und Vergleichen
sind leise Stimmen des Mangels,
Schleier, die den Blick trüben
für das, was längst für dich bestimmt ist.
Sie halten dich fest
in dem Glauben,
dass dir etwas fehlt,
doch das ist nur ein flüchtiger Schatten.
Lege sie sanft ab,
wie ein Gewand, das dir nie wirklich gehörte.
Atme dich frei von ihnen,
und kehre zurück in dein inneres Licht.
Denn alles, was zu dir gehört,
ist nicht fern, nicht verloren, nicht verborgen.
Es ruht bereits in dir,
still, vollkommen, wartend.
Wartend darauf,
dass du still wirst,
dass du vertraust,
dass du erkennst.
Und in dem Moment,
in dem du loslässt,
beginnt es aufzusteigen,
wie Licht aus der Tiefe deiner Seele.
Und du erinnerst dich:
Du warst nie im Mangel.
Du warst immer schon ganz.
Myriel An’Léana